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Systemische Beratung in Trennungssituationen

Eine Trennung ist ein emotionaler Ausnahmezustand

Oft scheint es der letzte Ausweg aus einer belastenden Paarbeziehung zu sein: Die Trennung – oder wenn man verheiratet ist, mit allen rechtlichen Konsequenzen – die Scheidung. In eher seltenen Fällen sind sich beide Partner zur gleichen Zeit darüber einig, die Beziehung zu beenden, aber auch dann wird die Phase der Trennung und die Zeit danach meist als sehr belastend und schmerzhaft empfunden. Der Abschied von seinem Partner als Lebenspartner kennzeichnet auch den Abschluss einer Lebensphase und den Verlust einer vertrauten Person, mit der man sein Leben geplant und gestaltet hat.

In vielen Fällen geht der Trennungswunsch jedoch von einem Partner aus. Der andere bleibt allein und durchlebt meist ein ganzes Spektrum von Gefühlen wie Wut, Enttäuschung, Selbstzweifeln bis hin zu den Anzeichen einer depressiv erlebten Phase, die mit Schlafstörungen und Antriebslosigkeit, ständigen Grübeln und Konzentrationsschwierigkeiten einhergehen kann.

Gespräche mit dem Partner/ der Partnerin können meist nicht konstruktiv geführt werden, denn er oder sie hat sich auf den Weg aus der Beziehung heraus gemacht und befindet sich – sozusagen natürlicherweise – an einer ganz anderen Position als der soeben verlassene Partner. Als stark psychisch belastend wird oft auch ein Gefühl der Hilflosigkeit erlebt. Die Situation scheint durch eigenes Verhalten nicht beeinflussbar zu sein, dies führt dazu, dass man sich als emotional abhängig und handlungsunfähig erlebt.

Birgit Kirstan

Systemische Therapeutin (SG)

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Trennungsschmerz als wichtiges und berechtigtes Symptom einer erlebten Krise

Stark erlebter Trennungsschmerz ist ein wichtiges und auch sehr berechtigtes Symptom, dass eine Phase im Leben kennzeichnet, die von Umbrüchen geprägt ist. Vergleichbar mit einer Trauersituation werden verschiedene Stadien durchlebt und es ist wichtig für die eigene Verarbeitung, diese wechselnden Gefühlszustände einerseits zuzulassen und andererseits bewusst zu durchleben, um  eine Trennung besser bewältigen zu können.

Die zwiespältigen Gefühle bei einer Trennung und der Wunsch nach Beziehungsklärung

Selten wird jedoch eine Trennung ohne Ambivalenz erlebt.  Entweder stehen beide Partner vor der Frage „Sollten wir uns trennen?“ oder ein Partner alleine muss sich mit dieser Frage auseinandersetzen. Eine wirkliche Eindeutigkeit  ist hier nicht leicht zu erreichen, denn die Konsequenzen sind weitreichend und das damit einhergehende Bedürfnis nach Klärung ist meist vorhanden. Auch die Gefühle zu dem Partner/der Partnerin werden meist ambivalent erlebt. Ob die gefühlsmäßige Bindung noch so stark ist, dass die Beziehung aufrecht erhalten werden kann, wird oft von den Gefühlen, die zermürbende Gespräche, Streitigkeiten und Enttäuschungen hervorrufen, überlagert.

Wenn eine Paarbeziehung aufgrund einer Außenbeziehung des Partners oder der Partnerin in eine Krise gerät, entsteht fast immer ein Bedürfnis nach grundlegender Beziehungsklärung. Nur – das meist entstehende Gefühlschaos, Vorwürfe und Rechtfertigungen, Vertrauensverlust und schlechtes Gewissen, Fragen nach Schuld oder persönlichem Versagen, begünstigen keineswegs konstruktive Gespräche. So gelingt es schwer, in der Krise eine Chance zu sehen und einen Neuanfang zu wagen oder die Beziehung so zu beenden, dass die schmerzhafte Erfahrung der Trennung nicht noch jahrelang nachwirkt.

Wie kann eine professionelle Beratung dabei unterstützen, eine Trennungskrise zu überwinden?

Partner-PaartherapiePartnerin-PaartherapieAus der Sicht der systemischen Beratung und Therapie kann es durchaus sinnvoll sein, die Paarbeziehung in einer Einzelberatung zu betrachten, um zunächst für sich selbst eine Klärung zu erreichen. Sie haben die Möglichkeit, die Beziehung alleine und mit Abstand zu betrachten, sozusagen aus der Meta-Perspektive. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf eigene Kommunikations- und Verhaltensmuster und die des Partners. Sie können Klarheit gewinnen, eigene Ziele entwickeln, ihre Perspektive verändern und mit neuen Handlungsalternativen die Beziehung zu ihrem Partner/ihrer Partnerin verändern. Eher destruktiv wahrgenommenes Verhalten des Partners/der Partnerin kann durch im Gespräch entwickelte Haltungsantworten positiv beeinflusst werden.

Eine andere Möglichkeit ist es, zunächst in einem Einzelgespräch die bestehende Problematik zu bearbeiten und anschließend mit dem Partner das Gespräch in der Beratung fortzuführen.

Wenn auf beiden Seiten der Partner ein Beratungswunsch vorhanden ist, kann in einer Paarberatung im neutralen Rahmen und nach den Regeln der Allparteilichkeit eine Beziehungsklärung erreicht werden. Die Entscheidung, ob Sie sich  trennen möchten oder nicht, kann Ihnen eine Paarberatung selbstverständlich weder leicht machen noch abnehmen. Die Gespräche werden von Paaren aber meist als konstruktiver und respektvoller, oft sogar als überraschend im Ergebnis wahrgenommen. Auch bei Paargesprächen stehen Ziele und Lösungsmöglichkeiten im Vordergrund.

Entschließen Sie sich zu einer Trennung (oder Sie haben sich schon dazu entschlossen) kann es für beide Seiten sehr entlastend sein, diese Trennung in Würdigung der alten Beziehung zu begehen. Es war schließlich einmal eine Liebesbeziehung, die Sie miteinander hatten. Gemeinsam geführte Trennungsgespräche, ein gemeinsam erlebter Trennungsprozess, ermöglichen in den meisten Fällen Gespräche nach der Trennung , die als weniger emotional belastend empfunden werden –  und dies ist besonders wichtig im Hinblick auf gemeinsame Kinder und/ oder Trennungs- und Scheidungsvereinbarungen.

Leid in Lösungsenergie umwandeln: Die Energien der Trennungssituation nutzen

Trennungssituationen werden in den meisten Fällen als starke  psychische Belastung wahrgenommen. Eine Beratung kann Sie unterstützen, diese Zeit mit Ihren eigenen Kräften und Möglichkeiten aktiv zu überwinden und kann wesentlich dazu beitragen, die  Zukunft mit eigenen Energien neu zu gestalten.Gerade weil eine Trennung oder eine mögliche Trennung häufig als sehr leidvoll erlebt wird, besteht die Chance auf wirkungsvolle Veränderung. Der Schmerz hat hier sozusagen „Alarmfunktion“ und sagt Ihnen sehr deutlich, dass Ihr Handeln jetzt wichtig ist, um die Situation zu verändern und einflussnehmend zu gestalten.

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